Kriegserinnerung

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In der letzten Woche haben wir uns zu einem, wie ich finde, ebenso außergewöhnlichen wie persönlichen Gespräch in der Geschichtswerkstatt getroffen. Über Sprach- und Generationsgrenzen hinweg hatten wir die Gelegenheit zu einem Austausch mit dem bekannten, jüngst 75 gewordenen und mehrfach ausgezeichneten Architekten Leonid Lewin und seiner Tochter Galina Lewina, ebenfalls Architektin. In den Räumen der Geschichtswerkstatt, in der gerade eine Ausstellung ihrer Zeichnungen gezeigt wird, las sie aus ihren Gedichten. Diese sind auf russisch, deutsch und englisch erschienen und geben Einblicke in ihre Reisen der letzten Jahre.

Reisen, real, mental und emotional, war auch eines unserer Themen –  neben der Erinnerung an den Krieg und seine Folgen. Dabei ging es sowohl um Formen gesellschaftlicher Erinnerung, in Belarus entscheidend geprägt durch die von Lewin mit gestaltete Gedenkstätte in Chatyn, als auch um die wissenschaftliche Aufarbeitung, z.B. durch die Forschung von Natalja Kirillova (der ehemaligen Direktorin der Gedenkstätte in Chatyn) und Vjacheslav Selemenev (dem ehemaligen Direktor des Nationalarchivs Belarus) zu den verbrannten Dörfern, und das individuelle Gedenken in den Familien.

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