Ein Museum für Michail Stepanovich Vysockij

Michail S. Vysockij 2011

Unweit von Kopyl, südlich von Minsk, in dem Dorf Semezhava (Semezhevo) befindet sich seit 2008 ein kleines Museum für den weißrussischen „Hauptkonstrukteur des Automobilbaus“ Prof. Dr. Michail Vysockij. Dies ist ein in mehrfacher Hinsicht besonderes Museum: Zum einen erfreut sich der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete, bald 83 jährige Ingenieur durchaus noch bester Gesundheit und ist damit sicher einer der wenigen Persönlichkeiten, denen bereits zu Lebzeiten ein Museum gewidmet wird. Darüber hinaus befindet sich das Museum in seinem Geburtshaus, in dem seine Eltern bis zu ihrem Tod gelebt haben. Die Einrichtung in einem der beiden Räume mit Ofen, Tisch und Ikonenecke gibt einen Eindruck von den Lebensbedingungen, in denen Vysockij aufgewachsen ist.

Uns hat er bei unserem Besuch am Abend des Umzugs der Kalyady-Zaren durch das Dorf persönlich begleitet und lebhaft von seinen Erlebnissen und Erfindungen berichtet. Die Ausstellung, formal dem Stadtmuseum Kopyl unterstellt, spiegelt sein bewegtes Leben mit Fotos, Dokumenten, Automodellen und persönlichen Gegenständen wider: Als 18jähriger kam er aus Semezhava in die Autofabrik von Minsk, wo seine Karriere begann. Unter seiner Leitung wurde zum Beispiel die Modulkonstruktion des Autozugs MAZ-2000 „Perestroika“ entwickelt, eine der Attraktionen auf dem Pariser Autosalon 1988.

Blick in einen der beiden Ausstellungsräume

Wer’s genauer wissen will, findet Informationen auf der Seite der Minsker Autofabrik: http://www.maz.by/ und der Seite der Akademie der Wissenschaften: http://nasb.gov.by/rus/members/academicians/vysotskii.php

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