Bücher in Belarus/Weißrussland

Der heutige Beginn der XIX. Buchmesse in Minsk (8.-12.2.) sei Anlass darauf hinzuweisen, dass der Präsident dieses Jahr zum Jahr des Buches ausgerufen hat. Neben Veranstaltungen auf der Buchmesse wird es verschiedenen Ausstellungen in Belarus und im Ausland, Konferenzen und eine verstärkte Publikationstätigkeit geben sowie die Feier des 80. Jahrestages des Schriftstellerverbandes. Das Literaturportal Litkritika hat einen Wettbewerb ausgeschrieben.

Zum Programm des Buchjahres gehört auch die Förderung belarussischer Literatur. Dies fügt sich gut, denn in diesem Jahr wird ebenfalls der jeweils 130. Geburtstags der Nationaldichter Jakub Kolas (1882-1956) und Janka Kupala (1882-1942) begangen, zu deren Jubiläen zahlreiche Veranstaltungen stattfinden, darunter auch auf der Buchmesse und in der Nationalbibliothek.

Gerade hat eine Buchhandlung im Zentrum eröffnet, die insbesondere Bücher belarussischer staatlicher Verlage anbietet. Insgesamt machen die Titel in belarussischer Sprache aber nur 10 % der Buchproduktion aus, eine reale Spiegelung der Sprachensituation im Lande. Ca. 120 Bücher erscheinen im Jahr auf weißrussisch, alle unter staatlicher Kontrolle.

Nicht zur Förderung der belarussischen Literatur passt die Meldung von BelaPan (31.1.) zur bevorstehenden Schließung der Abteilung für belarussische Literatur in der Vitebsker Regionalbibliothek.

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